Branche
Arbeits- und Brandschutz in Kitas, Kinder- und Jugendhilfe und Schulen
In Kindertageseinrichtungen, Wohngruppen und Schulen geht es um die Sicherheit der Beschäftigten und um Abläufe, bei denen Kinder und Jugendliche betreut werden. Wir unterstützen Träger dabei, Gefährdungen zu beurteilen, Räumung und Brandschutz zu organisieren und die Dokumentation aktuell zu halten.
Arbeitsbereiche, die wir betrachten
Kindertageseinrichtungen und die stationäre Jugendhilfe gehören zu unseren Schwerpunkten. Für beide und für Schulen arbeiten wir mit eigenen Branchenprofilen.
- Gruppen- und Schlafräume, Wickel- und Sanitärbereiche
- Außengelände und Spielbereiche
- Küche und Hauswirtschaft
- Wohngruppen der stationären Jugendhilfe mit Gruppen- und Bereitschaftsdienst
- Unterrichtsräume, naturwissenschaftliche Fachräume und Werkräume in Schulen
- Büro, Leitung und Verwaltung
Typische Gefährdungen
Die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen bringt eigene Belastungen mit sich. Häufige Themen in der Gefährdungsbeurteilung sind:
- Lärm in Gruppenräumen und Mensen
- Heben und Tragen von Kindern, Arbeiten auf niedrigen Möbeln, ungünstige Körperhaltungen
- Infektionsgefahren und Hygiene
- Mutterschutz: Beurteilung der Arbeitsplätze, bevor eine Schwangerschaft mitgeteilt wird
- Psychische Belastung, herausforderndes Verhalten und Konflikte, besonders in der Jugendhilfe
- Bereitschafts- und Nachtdienste, Alleinarbeit
- Gefahrstoffe in Reinigung und im naturwissenschaftlichen Unterricht
- Stolper- und Sturzstellen innen und auf dem Außengelände
Unser Vorgehen
Wir beginnen mit einer Begehung jeder Einrichtung, gemeinsam mit der Leitung. Dabei betrachten wir Räume, Außengelände und Abläufe, zum Beispiel die Bring- und Abholzeiten oder den Nachtdienst in Wohngruppen. Feststellungen dokumentieren wir mit Foto, Priorität und Maßnahmenvorschlag.
Anschließend erarbeiten wir die Gefährdungsbeurteilung für die Tätigkeiten des pädagogischen und hauswirtschaftlichen Personals. Für Träger mit mehreren Einrichtungen fassen wir wiederkehrende Themen zusammen, damit nicht jede Einrichtung von vorn beginnen muss, und halten Abweichungen je Standort fest. Fristen für Unterweisungen, Prüfungen und Übungen führen wir im gemeinsamen Fristenplan.
Brandschutz im Alltag
Kinder und Jugendliche müssen im Brandfall angeleitet und teilweise begleitet werden. Darauf müssen Räumungsabläufe und die Organisation abgestimmt sein:
- Freie und gekennzeichnete Flucht- und Rettungswege, keine Brandlasten durch Dekoration in Fluren und Treppenräumen
- Räumungsablauf für Schlafräume und für Kinder, die getragen oder begleitet werden müssen
- Sammelstellen, Vollzähligkeitskontrolle und Anwesenheitslisten
- Brandschutzordnung und Unterweisung des Personals, auch von Vertretungs- und Aushilfskräften
- Regelmäßige Räumungsübungen und deren Auswertung
- Wohngruppen: Abläufe im Nachtdienst mit kleiner Besetzung
Relevante Regeln
Für Kindertageseinrichtungen und Schulen gibt es eigene DGUV-Branchenregeln (DGUV Regel 102-602 „Branche Kindertageseinrichtung“ und DGUV Regel 102-601 „Branche Schule“). Sie finden sie in der DGUV-Publikationsdatenbank. Zuständig sind je nach Träger die Unfallkassen oder eine Berufsgenossenschaft.
Passende Leistungen
Für Träger mit mehreren Einrichtungen bündeln wir Begehungen, Gefährdungsbeurteilungen und Fristen in einer gemeinsamen Dokumentation, getrennt nach Standort.
Häufige Fragen
Gilt der Arbeitsschutz auch für die Kinder?
Das Arbeitsschutzrecht schützt die Beschäftigten. Viele Maßnahmen, etwa freie Fluchtwege oder Räumungsübungen, kommen aber allen Personen in der Einrichtung zugute. Für die Sicherheit der betreuten Kinder gelten zusätzlich eigene Regeln der Unfallversicherungsträger.
Wir betreiben mehrere Kitas. Wie organisieren Sie die Betreuung?
Wir legen jeden Standort einzeln an, beurteilen die Gefährdungen je Einrichtung und führen offene Maßnahmen und Fristen standortbezogen nach. Die Trägerleitung behält den Überblick.
Wie oft sollten Räumungsübungen stattfinden?
Die Häufigkeit ergibt sich aus der Gefährdungsbeurteilung, den Vorgaben des Trägers und gegebenenfalls aus Landesrecht. Wir empfehlen einen Rhythmus und werten jede Übung aus.
Unterstützen Sie beim Mutterschutz?
Wir unterstützen bei der Beurteilung der Arbeitsplätze nach dem Mutterschutzgesetz und arbeiten dabei mit dem Betriebsarzt zusammen.
Einrichtungen für Kinder und Jugendliche sicher organisieren
Nennen Sie uns Art und Zahl Ihrer Einrichtungen. Wir melden uns mit einem Vorschlag.

